Nicht nur bei klassischer Bronchitis, auch bei einer COVID-19-Infektion hilft das Phytotherapeutikum ELOM-080, die mukoziliäre Clearance zu verbessern – das heißt, Hustenfrequenz und Kurzatmigkeit gehen zurück. Und das funktioniert nach den COVARI-Studien 1 und 2 sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich.
Bei einer Infektion der unteren Atemwege wird die mukoziliäre Clearance (MCC) gestört. Genauer: Die Schleimschicht dickt ein und die Zilien der Schleimhaut können den Sekretfilm nicht weiterbefördern. Um die MCC wiederherzustellen und somit die Hustensymptomatik zu bessern, hat sich seit vielen Jahren der Pflanzenextrakt ELOM-080 bewährt – ein Spezialdestillat aus rektifizierten Eukalyptus-, Süßorangen-, Myrten- und Zitronenölen. Es wirkt mukolytisch, sekretomotorisch (erhöht die Schlagfrequenz der Flimmerhärchen), sekretolytisch, antioxidativ und krampflösend.
Was bei klassischem Erkältungshusten funktioniert, müsste auch bei einer akuten COVID-19-Infektion helfen, sagte sich das Team um Prof. Dr. med. Michael Dreher (Aachen). Schließlich liegt auch hier zumeist eine gestörte MCC vor. Die Forschenden behandelten stationäre Erkrankte zusätzlich zur Standardtherapie mit ELOM-080. In dieser COVARI-1-Studie zeigte sich, dass derart Behandelte im Vergleich zur Kontrollgruppe weniger zusätzlichen Sauerstoff benötigten. Zudem berichteten sie im Vergleich weniger über Kurzatmigkeit unter Belastung.
Ob sich die Vorteile von ELOM-080 – besonders in Bezug auf die Hustensymptomatik – auch in der ambulanten Versorgung belegen lassen, wollten die Aachener mit der COVARI-2-Studie herausfinden. Dazu wurden 121 Patientinnen und Patienten mit leichter bis mittelschwerer symptomatischer COVID-19-Erkrankung untersucht. Ein zentrales Einschlusskriterium war akuter Husten mit einer Intensität von mindestens 5 auf einer numerischen Skala von 0 (keine Symptome) bis 10 (stärkste vorstellbare Symptome). Die Betroffenen erhielten 14 Tage lang entweder 4 x täglich eine Kapsel mit dem Wirkstoff ELOM-080 (1 200 mg/Tag) oder ein Placebo.
Die primäre Analyse der Ergebnisse zeigte keine relevanten Unterschiede zwischen beiden Behandlungsarmen. Grund hierfür sei vermutlich die große Heterogenität der eingeschlossenen Patienten und Patientinnen, z. B. in Bezug auf die Schwere der typischen COVID-19-Symptome sowie die individuellen Krankheitsverläufe, sagte Studienleiter Dreher.
Anderes ergab sich in einer Post-hoc-Analyse, in die nur die Daten derjenigen einflossen, deren klinisches Bild auf eine MCC hinwies: Diese Personen zeigten unter ELOM-080 eine signifikante Reduktion der Hustenanfälle (p = 0,007) und einen Rückgang der Kurzatmigkeit unter Belastung (p = 0,0252). Für diese Symptome konnte zudem ein Heilungsvorsprung von 1 bis 3 Tagen gezeigt werden, so Dreher.
Nach Ende des 14-tägigen Behandlungszeitraums beurteilten in der Verumgruppe deutlich mehr Patienten und Patientinnen ihre COVID-19-Symptome als geheilt als im Placeboarm.
Online-Pressekonferenz „Ergebnisse der COVARI-2-Studie“ (Veranstalter: Pohl-Boskamp GmbH & Co. KG), Februar 2025